Scheunenwohnung und Stall auf dem Flusshof

Umbau eines ehemaligen Stall- und Scheunengebäudes zu Ferienwohnung, Veranstaltungsstall und Haustechnik-Zentrale mit Naturbaustoffen, Flächenheizungen, Solarthermie und Zentralstaubsauger für ein wohngesundes Umfeld.

Das langgezogene Gebäude aus den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts beherbergte Kühe und Schweine, der Eberstall stand angebaut daneben. Auf das Erdgeschoss aus Ziegelmauerwerk wurde der Drempel des Obergeschosses als ausgemauertes Fachwerk gesetzt. Unter dem hohen Biberschwanz-Ziegeldach lagerte Stroh und Futter für die Tiere. Auf der Elbseite aber befand sich das Altenteil, die Wohnung für die Großeltern.

Ferienwohnung

Diese Wohnung, heute die “Scheunenwohnung” des Flusshofs, wurde, nach Grundrissänderung und Eingliederung von Teilen des Stalls, in eine kleine Ferienwohnung umgebaut. In der alten Waschküche wird heute gekocht, Teile des Gerätelagers wurde zum Badezimmer. Wie auch im Haupthaus wurden hier Naturbaustoffe wie Lehm, Holz und Naturstein verbaut. Eine Deckenflächenheizung und ein kleiner Kaminofen versorgen die drei Räume, Küche und den Flur mit Wärme. In den Bädern wird neben der Decke auch der Boden beheizt.

Stall mit Küche und Bad

Der große Stallraum wurde mit neuem Boden aus altem Klinker versehen und bekam eine neue Elektrik mit Lichtschienen und Steckdosen. Bis auf neue Holzfenster blieb der Raum in seinem Ursprungszustand. Vielleicht kann auch dieser Raum in Zukunft wohnlicher gestaltet werden, im Moment wird hier im Sommer gefeiert oder Tischtennis gespielt.

Angrenzend an den Stall wurde eine kleine Gastronomieküche installiert. Von hier aus können Caterer die Gäste von Feiern im Stall verwöhnen.

Ein Bad mit Dusche und zwei WCs wurde ebenfalls integriert – einerseits für Camper, die zu Feiern anreisen, andererseits für die Tagesgäste.

Die Haustechnik-Zentrale

Der alte, neu erbaute Eberstall beherbergt schon seit 2005 die Haustechnik. Da der Hof hinter dem Elbdeich im Hochwassergebiet liegt, musste sie oberirdisch installiert werden. Eine Hälfte des Eberstalls ist heute Pelletbunker für sieben Tonnen Holzpellets. Auf dem Dach liegen die Solarthermie-Module, die die Warmwasserversorgung und sogar die Waschmaschine unterstützen.

Zentralstaubsauger

Eine Zentralstaubsauganlage unterstützt die Reinigung von Haus und Scheunenwohnung. Der Zentralstaubsauger hängt ebenfalls im alten Eberstall und führt die feinstaubbelastete Abluft direkt ins Freie. Es ist damit das einzige System, dass Fein- und Mikrostaub rückstandsfrei aus den Wohnbereichen entfernt. Für mehr Hygiene und damit besseres, gesünderes Wohnklima.

Interessante Fragen & Antworten rund um das Projekt

Ist Naturstein ein ökologisch sinnvoller Baustoff?
Naturstein ist extrem langlebig, mechanisch robust und vollständig natürlichen Ursprungs. Richtig eingesetzt, kann er über Jahrzehnte oder Jahrhunderte genutzt und mehrfach wiederverwendet werden. Seine hohe thermische Masse stabilisiert Raumtemperaturen und verbessert den sommerlichen Wärmeschutz. Zwar erfordert der Abbau Eingriffe in die Landschaft, doch der Energieaufwand ist oft geringer als bei vielen industriell hergestellten Belägen. In dauerhaften Konstruktionen ist Naturstein daher ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll.
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Was versteht man unter baubiologischer Innenraumtoxikologie?
Die baubiologische Innenraumtoxikologie untersucht, welche Stoffe und Einflüsse im Gebäude auf den menschlichen Organismus wirken – von VOCs und Partikeln über Schimmelsporen bis hin zu Schwermetallen oder Elektrosmog. Ziel ist es, Materialien, Konstruktionen und technische Systeme so auszuwählen, dass sie möglichst geringe gesundheitliche Risiken bergen. Dazu gehören Analysen, Messungen und Bewertungen von Produkten. Das Ergebnis sind Räume, in denen Menschen langfristig gesund leben, lernen und arbeiten können.
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Warum passen Flächenheizungen besonders gut zu ökologischen Gebäuden?
Flächenheizungen arbeiten mit großen Übertragungsflächen und niedrigen Vorlauftemperaturen. Sie erzeugen überwiegend Strahlungswärme, die als besonders angenehm empfunden wird. In gut gedämmten, diffusionsoffenen Gebäuden reicht eine geringe Heizleistung aus, um behagliche Temperaturen zu erreichen. Das harmoniert ideal mit Wärmepumpen und anderen erneuerbaren Wärmeerzeugern. Gleichzeitig reduzieren Flächenheizungen Staubaufwirbelungen und schaffen ruhige Räume – ein Plus für Allergiker und sensible Nutzer.
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Sind Strahlungsheizungen effizienter als reine Konvektionsheizungen?
Strahlungsheizungen ermöglichen bei gleicher Behaglichkeit oft niedrigere Lufttemperaturen, weil sie direkt auf den menschlichen Körper wirken. Dadurch sinkt der Energiebedarf. Sie arbeiten meist mit niedrigen Systemtemperaturen und eignen sich besonders für Kombinationen mit Wärmepumpen oder Niedertemperaturkesseln. Da weniger Luft zirkuliert, werden Staub und Allergene weniger verteilt. In Wohnräumen, Büros und Bildungsbauten führen Strahlungsheizungen zu einem ruhigeren, gesünderen Raumklima und geringeren Betriebskosten.
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Warum ist Photovoltaik ein wichtiger Baustein nachhaltiger Gebäude?
Photovoltaikanlagen erzeugen erneuerbaren Strom direkt am Gebäude und reduzieren damit Netzbezug und Betriebskosten. Sie können Wärmepumpen, Lüftungsanlagen, Haushaltsstrom und E-Mobilität versorgen. Für Eigentümerinnen und Betreiber bedeutet das mehr Unabhängigkeit von Energiepreissteigerungen. In Kombination mit Speichern und intelligentem Lastmanagement steigt der Eigenverbrauchsanteil weiter. PV ist damit ein zentraler Baustein, um Gebäude in Richtung Klimaneutralität und resiliente Energieversorgung zu entwickeln.
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Wie erreicht man echte Energieeffizienz im Gebäude?
Energieeffizienz beginnt mit der Reduktion des Bedarfs: kompakte Baukörper, gute Dämmung, Vermeidung von Wärmebrücken, luftdichte, aber diffusionsoffene Konstruktionen und passende Fensterflächen. Erst darauf folgen effiziente Anlagentechnik und erneuerbare Energien. Nutzerfreundliche Regelungen und Monitoring helfen, das System im Alltag optimal zu betreiben. Wenn Hülle, Technik und Nutzung aufeinander abgestimmt sind, sinken Energiebedarf, Betriebskosten und Emissionen deutlich – ohne Komforteinbußen.
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Warum sind gut geplante Wasserinstallationen so wichtig?
Wasserinstallationen beeinflussen Hygiene, Energieeffizienz und Komfort gleichermaßen. Zu lange Leitungswege, schlecht gedämmte Rohre oder stagnierende Leitungsstränge erhöhen das Risiko von Legionellen, Wärmeverlusten und unnötigem Wasserverbrauch. Eine gute Planung setzt auf kurze Wege, sinnvolle Rohrdimensionen und gegebenenfalls zirkulationsarme Systeme. So bleiben Temperaturen stabil, Betriebskosten sinken und Trinkwasserqualität wird geschützt. In nachhaltigen Gebäuden ist die Wasserinstallation ein zentraler Baustein der Gesamtökologie.
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Wie lässt sich Warmwasser effizient und hygienisch bereitstellen?
Effiziente Warmwasserbereitung kombiniert kurze Leitungswege, gute Dämmung und passende Speicherkonzepte. Dezentral platzierte Wohnungsstationen oder Durchlauferhitzer vermeiden lange Zirkulationen und reduzieren Verluste. Gleichzeitig müssen Temperaturen und Durchströmung so ausgelegt sein, dass hygienische Anforderungen, etwa in Bezug auf Legionellen, sicher erfüllt werden. In Verbindung mit Wärmepumpen, Solarthermie oder Abwärmenutzung lassen sich CO2-Emissionen und Betriebskosten deutlich senken.
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Wie funktionieren Pflanzenkläranlagen?
Pflanzenkläranlagen reinigen Abwasser in bepflanzten Becken oder Bodenfiltern. Im Wurzelraum der Pflanzen siedeln sich Mikroorganismen an, die organische Stoffe abbauen und Nährstoffe verwerten. Die Systeme arbeiten weitgehend ohne mechanische Technik, sind energiearm und robust. Sie eignen sich besonders für ländliche Lagen, Gemeinschaftsprojekte oder autarke Gebäude. Neben sauberem Wasser entstehen wertvolle Grünräume, die Biodiversität fördern und das Mikroklima durch Verdunstungskühlung verbessern.
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Kann man denkmalgeschützte Gebäude energetisch sinnvoll ertüchtigen?
Ja, wenn behutsam und objektspezifisch geplant wird. Denkmalpflege und Energieeffizienz sind kein Widerspruch, erfordern aber individuelle Lösungen. Kapillaraktive Innendämmsysteme, Fensterüberarbeitung statt Komplettaustausch, optimierte Luftdichtheit und abgestimmte Haustechnik können den Energiebedarf deutlich senken, ohne historische Substanz zu zerstören. Der Dialog zwischen Planenden, Bauherrschaft und Denkmalbehörden ist dabei entscheidend, um gestalterische und technische Qualitäten in Einklang zu bringen.
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Eine Auswahl nachhaltiger Alternativkonzepte bei diesem Projekt

Lehmputz als Alternative zu Zementputz – und warum er besser ist
Lehmputz · Reguliert Feuchtigkeit, verbessert Raumklima, vollständig diffusionsoffen und schadstofffrei.
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Holzfaserdämmung als Alternative zu Mineralwolle – und warum sie besser ist
Holzfaserdämmung · Diffusionsoffene Dämmplatten aus Holz, gute Dämmleistung, schimmelresistent, nachhaltige Produktion.
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Korkdämmung als Alternative zu PU-Dämmung – und warum sie besser ist
Korkdämmung · Dämmstoff aus nachwachsendem Kork, resistent gegen Feuchte, Schimmel und Schädlinge.
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Strohballen als Alternative zu EPS (Styropor) – und warum sie besser sind
Strohballen · Regionale Dämmung aus gepresstem Stroh, hervorragende Wärmedämmung, sehr niedrige graue Energie.
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Linoleum als Alternative zu PVC-Boden – und warum es besser ist
Linoleum · Naturmaterial aus Leinöl, Harzen und Jute, langlebig, antistatisch und wohngesund.
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Hanfpressplatten als Alternative zu Spanplatten – und warum sie besser sind
Hanfpressplatten · Ökologische Alternative, sehr stabil, emissionsfrei, erneuerbar.
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Silikatfarbe als Alternative zu Kunststofffarbe – und warum sie besser ist
Silikatfarbe · Diffusionsoffen, schimmelhemmend, ohne Weichmacher, ideal für Alt- und Neubauten.
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Natursteinplatten als Alternative zu Fliesen – und warum sie besser sind
Natursteinplatten · Robust, langlebig, natürliche Oberfläche, hochwertig.
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Holzdielen (massiv) als Alternative zu Vinylboden – und warum sie besser sind
Holzdielen (massiv) · Natürlich, langlebig, reparierbar, klimaregulierend.
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Holzschindeln als Alternative zu Dachziegeln aus Beton – und warum sie besser sind
Holzschindeln · Natürliches Dachmaterial, gute Dämmwirkung, langlebig.
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Auswahl weiterführender Erklärungen

Naturdämmstoffe

Naturdämmstoffe steht für naturbasierte Baustoffe mit geringerer grauer Energie, guten bauphysikalischen Eigenschaften und einem gesunden Raumklima.

Flächenheizungen

Flächenheizungen gehört zur Gebäudetechnik und unterstützt eine effiziente, klimafreundliche und nutzerorientierte Energieversorgung.

Solarthermie

Solarthermie gehört zur Gebäudetechnik und unterstützt eine effiziente, klimafreundliche und nutzerorientierte Energieversorgung.

Leistungsphase 1
Grundlagenermittlung

Klärung der Rahmenbedingungen, der Wünsche des Bauherrn und der örtlichen Gegebenheiten.

Leistungsphase 3
Entwurfsplanung

Erarbeitung eines detaillierten Planungskonzepts, das behördliche, wirtschaftliche und funktionale Aspekte berücksichtigt.

Leistungsphase 6
Vorbereitung der Vergabe

Erstellung von Leistungsverzeichnissen und Vorbereitung der Vergabeunterlagen.