Wiederverwendbarkeit

Wiederverwendbarkeit zielt darauf, Bauteile mehrfach zu nutzen – durch demontagefreundliche Konstruktionen, Re-Use-Pools und flexible Grundrisse, die spätere Umbauten erleichtern.

Wiederverwendbarkeit ist ein zentraler Hebel, um Ressourcenverbrauch und Emissionen im Bausektor drastisch zu senken. Spreeplan legt deshalb Wert darauf, Bauteile so zu konstruieren, dass sie beim Umbau oder Rückbau möglichst unbeschädigt demontiert werden können. Das beginnt bei der Wahl der Verbindungsmittel und reicht bis zur Dimensionierung von Elementen. Wo möglich, werden vorhandene Türen, Fenster, Tragwerke oder Ausbau­elemente in neue Projekte integriert – sowohl aus dem eigenen Bestand als auch aus externen Re-Use-Pools. Gleichzeitig werden Nutzungsflexibilität und Umnutzungsoptionen mitgedacht, damit Gebäude nicht bei der ersten Programmänderung obsolet werden. So entsteht eine Bauweise, die Wandel ermöglicht, statt ständig neuen Materialbedarf zu erzeugen – und die Klimabilanz deutlich verbessert.

Spreeplan-Projekte zum Thema

Neubau eines ökologischen Wochenendhauses im Naturschutzgebiet

Holzhaus mit 60 m² Grundfläche im Naturschutzgebiet, gebaut aus massiven Holzbauteilen ohne Leim, Lehm- und Kalkoberflächen, effizienter Holzvergaserheizung, Deckenheizmatten, Photovoltaikdach und Pflanzenkläranlage.

Renovierung Nebentreppenhaus und Kellerdurchgang

Aufwertung eines zuvor vernachlässigten Nebentreppenhauses mit natürlichen Kalkputzen und -farben, neuer Beleuchtung mit LED und Präsenzmeldern sowie robusten, leicht zu reinigenden Oberflächen im Kellerdurchgang.

Solares Fachwerk-Gebäude auf dem Flusshof

Neubau eines Fachwerkgebäudes für Seminare auf dem Flusshof mit Holzbalkendecke, Holzweichfaserdämmung, Lehm- und Kalkoberflächen sowie Solar-Indachmodulen, die Strom für Gebäude und Hof liefern.

Ausgewählte Fragen & Antworten zum Thema

Wie erreicht man eine hohe Wiederverwendbarkeit von Bauteilen?
Wiederverwendbare Bauteile sind robust, sortenrein und mechanisch lösbar verbunden. Standardisierte Maße, modulare Raster und dokumentierte Produkte erleichtern späteren Ausbau und Wiedereinbau. Wenn bei Planung und Ausschreibung bereits festgelegt wird, dass Bauteile möglichst zerstörungsfrei demontierbar sein sollen, entstehen neue Märkte für gebrauchte Elemente. So wird aus dem Gebäude ein temporäres Lager für Materialien, die in zukünftigen Projekten erneut eingesetzt werden können.
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