
Zu den natürlichen Werkstoffen gehören beispielsweise Lehm, Sand, Kies, Naturstein, Holz, Stroh und Kork, zu den künstlichen Bauprodukten anorganische Materialien, wie Zement, Beton, Glas und Keramik, sowie eine Vielzahl organischer synthetisch hergestellter Werkstoffe, insbesondere Kunststoffe und Kunstharze. Eine Kombination liegt beispielsweise bei Holzwerkstoffen vor, die Holz und synthetische Kleber enthalten, oder auch bei Korkfertigparkett, das meist eine synthetische Beschichtung trägt.
Von den traditionellen Bauprodukten, wie Mauersteine, vollständig mineralische Mörtel, Stahl oder Glas, sind nach dem Einbau meist kaum oder nur unbedeutende Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen zu erwarten. Anders ist das bei synthetisch hergestellten und auch bei natürlichen organischen Materialien.
Synthetische Materialien enthalten neben den chemischen Grundbestandteilen zur Verbesserung der Produkteigenschaften meist eine Vielzahl anorganischer und organischer Hilfsstoffe, beispielsweise Weichmacher oder Flammschutzmittel. Aber auch natürliche organische Produkte, wie Holz, Wachse und Öle, enthalten viele natürliche organische Verbindungen, wie Harze, Lösemittel und andere Inhaltsstoffe. „Natur pur“ bedeutet nicht, dass diese Produkte frei von unerwünschten Stoffen oder gar Schadstoffen sind. (u.a. Auszüge aus “Bauprodukte: Schadstoffe und Gerüche bestimmen und vermeiden”, Hrsg. Umweltbundesamt/TU Berlin)
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